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Doskozil-Brief: Rückwärts Genossen. Wir müssen nach vorne …

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In der Politik lernt man zwei Dinge: Zynismus und Zwischen-den-Zeilen-lesen.

Der Brief von Hans Peter Doskozil an Pamela Rendi-Wagner demonstriert zugleich beide Eigenschaften. Grosso modo bedeutet besagter Brief: Macht doch Euren Dreck alleine … Gemäß dem König von Sachsen im Jahre 1918.

Die Konflikte zwischen dem Landeshauptmann und der SPÖ-Bundesvorsitzenden haben sich bereits seit Längerem abgezeichnet. Die Schließungspolitik, welche Rendi-Wagner mit vorantreibt, hat nun offenbar zu einer Brandbeschleunigung des Streits geführt.

In einem offenen, offiziellen Brief teilte Doskozil mit, dass er für eine Kandidatur als Bundesparteivorsitzender-Stellvertreter nicht mehr zur Verfügung stehe. Er konzentriere sich auf seine Aufgaben im Burgenland und möchte der Vorsitzenden bei ihrer Aufgabe in Wien nicht im Wege sein.

Übersetzt: Ich mache es besser im Burgenland. Ob Du es in Wien kannst, werden wir sehen …

Doskozil wird zudem seine Möglichkeiten einer Kandidatur bei der nächsten Nationalratswahl offenhalten. Mit einem Kurs der Öffnungen versus einen Kurs der Schließungen sind das keine schlechten Voraussetzungen.

Dass Doskozil einem schlechten Ergebnis am Parteitag aus dem Weg gehen wollte, kann natürlich nicht ausgeschlossen werden. Aber wie sagte bereits Friedrich Peter: Funktionärsmeinung ist nicht Wählermeinung.

Auch eine der verdeckten Botschaften im Brief …

[Autor: G.B. Bild: Wikipedia/Tanja Hofer Lizenz: CC BY-SA 4.0]

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